Start der Baugrubenerstellung

Während der Süd- und Ostflügel des ehemaligen St. Marienkrankenhauses noch abgerissen wird, beginnt im Norden und Westen des Baustellenareals bereits ab dieser Woche die Erstellung der Baugrube und des sogenannten Verbaus. Durch das parallele Arbeiten am Abbruch und im Tiefbau wird das gesamte Gelände optimal ausgenutzt und Zeit gespart.

Gerne möchten wir Ihnen im Folgenden erläutern, wie genau die Arbeiten zur Erstellung des Verbaus ablaufen werden und welchen Umfang die Baugrube künftig haben wird.

Zum Verbau: Vorgehen bei der Erstellung der Baugrube
Die Baugrube wird nach außen durch eine sogenannte Bohrpfahlwand aus Beton abgegrenzt und abgedichtet. Für diese Wand werden in einem ersten Schritt mit Bohrgeräten Löcher in die Erde gesetzt, die bis in die Lehmbodenschicht unterhalb des Grundwasserspiegels reichen. Anschließend werden diese Löcher mit Beton gefüllt. Die einzelnen Betonpfähle werden dabei so ausgerichtet, dass sie direkt nebeneinander stehen und sich dabei überlappen. So entsteht nach und nach eine Betonwand, die während der Tief- und Hochbauphase das angrenzende Erdreich der Umgebung stützt.

Wichtig: Die Bohrungen können in der direkten Umgebung als leichte Erschütterungen wahrgenommen werden – je nach Erdschicht, die gerade durchbrochen wird: Weiche Bodenschichten kann der Bohrer leicht durchdringen, härteres Gestein bietet dagegen mehr Widerstand. Die dabei entstehenden Schwingungen stellen keine Gefahr für Menschen oder Häuser in der Umgebung dar. Die Bohrmaßnahmen wurden vorab von den zuständigen Ämtern geprüft und genehmigt. Selbstverständlich werden die Arbeiten konstant überwacht.

Im nächsten Schritt wird die Erde, die sich auf der Baustellenseite an der Betonwand befindet, ausgehoben und weggefahren. Zur Sicherung der Bohrpfahlwand werden dann von der Baugrube aus noch einmal Anker schräg ins Erdreich hinter die Betonpfähle gebohrt und diese fest verschraubt. Der Druck, der auf der Bohrpfahlwand lastet, wenn das Erdreich innerhalb der Baugrube abgetragen wird, kann so ausgeglichen werden. Die Bohrpfahlwand ist im wahrsten Sinne des Wortes „fest verankert“.

Steht die Bohrpfahlwand rings um das Baustellenareal, kann das Ausheben der Grube fertiggestellt und auch ganz gezielt das Grundwasser abgepumpt werden, das sich innerhalb der Baugrube befindet. Da die Bohrpfahlwand bis unter den Grundwasserspiegel reicht und wasserdicht ist, kann kein weiteres Grundwasser von außen in der Baugrube eindringen. Im Gegenzug beeinflusst das Abpumpen des Wassers in der Baugrube auch nicht den Grundwasserspiegel außerhalb der Baustelle. Das auf diese Art abgepumpte Wasser wird im Bereich des Nordendplatzes in die Kanalisation eingeleitet.

Zur Baugrube: Umriss und Tiefe
Die Baugrube wird nahezu das gesamte Baustellengrundstück umfassen – ausgenommen die Radioonkologie und das ehemalige Schwesternwohnheim in der Nordendstraße sowie die Fläche in der Richard-Wagner-Straße, die später vom Bürgerhospital übernommen wird.

Die Tiefe der Grube wird dabei variieren – je nach Bedarf zwischen 1,5 und 10 Metern. In einigen Bereichen wird nur eine Bodenplatte gesetzt, in anderen entstehen Keller oder auch die zweigeschossige Tiefgarage. Grundsätzlich wird die Baugrube im nordöstlichen Teil des Baustellenareals am tiefsten und im südwestlichen Bereich am flachsten sein.

Haben Sie Rückfragen? Gerne stehen wir Ihnen telefonisch unter 069 900 28 88 24 oder per E-Mail über info@nordendplatz.de zur Verfügung.

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